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Mithilfe von Tai Chi und Qigong können Typ-2-Diabetes und das Metabolische Syndrom positiv beeinflusst werden. Dies belegen zwei Studien aus Taiwan und Australien. Menschen mit Typ-2-Diabetes oder erhöhtem Risiko für diese Erkrankung wird regelmäßige sportliche Betätigung empfohlen.
In Taiwan kontrollierten Wissenschaftler die Blutwerte von 30 Typ-2-Diabetikern und 30 gesunden Menschen. Alle Probanden nahmen zwölf Wochen lang an einem Kurs für Tai Chi (traditionelles chinesisches Schattenboxen) teil. Jede Woche trainieren die Teilnehmer drei Stunden. Die Glucose- und Hämoglobinwerte der Typ-2-Diabetiker waren vor der Untersuchung signifikant höher als die der Gesunden. Nach der Trainingseinheit zeigte sich, dass sich der Hämoglobinwert der Diabetiker deutlich verbessert hatte: Von 7,59 sank er auf 7,16 Prozent. Darüber hinaus erhöhte sich der Wert der T-Helferzellen, die zum Abwehrsystem des Körpers gehören.
Im Rahmen einer australischen Studie trainierten in Brisbane elf Personen, welche das Metabolische Syndrom aufwiesen, ebenfalls Tai Chi oder Qigong. Das auch als Wohlstandssyndrom bezeichnete Metabolische Syndrom zeichnet sich durch Merkmale wie eine bauchbetonte Fettsucht, Fettstoffwechselstörungen (hohes Cholesterin), Bluthochdruck und einer Störung des Zuckerstoffwechsels aus, welche zum Typ-2-Diabetes führen kann. Die Probanden nahmen dreimal pro Woche zwischen einer und eineinhalb Stunden am Kurs teil und führten die Übungen auch zu Hause durch. Dabei stellte sich heraus, dass der Body-Mass-Index sank und sich der Bauchumfang signifikant verringerte. Auch Bluthochdruck, Hämoglobinwert und die Insulinresistenz verbesserten sich. Die Studienergebnisse sollen in Zukunft durch größer angelegte Studien bekräftigt werden.
Xin, L. et al.: A preliminary study of the effects of Tai Chi and Qigong medical exercise on indicators of metabolic syndrome and glycaemic control in adults with elevated blood glucose. British Journal of Sports Medicine, Online-Publikation (02.04.2008)
Yeh, S.-H. et al.: Regular Tai Chi Chuan exercise improves T cell helper function of type 2 DM patients with an increase in T-bet transcription factor and IL-12 production. British Journal of Sports Medicine, Online-Publikation (02. 04. 2008)
Das Taijiquan der Yang-Familie brachte in diesem Prozess zwei große Vorteile gegenüber anderen Stilen zur Geltung: Erstens verfügte es über die langsame Hauptform, die sukzessive vereinfacht und verkürzt wurde, um den Unterricht von großen Schülerzahlen mit unterschiedlichen körperlichen und geistigen Voraussetzungen zu ermöglichen. Zweitens gehörte es nicht direkt zu den zahllosen Stilen, die sich auf das buddhistische Kloster Shaolin als Ursprung berufen. Seine Konzepte sind daoistisch geprägt, so dass man Taijiquan als rein chinesisch in Hinblick auf das Gedankengut und die Transmission präsentieren konnte - im Gegensatz zu den Shaolin-Stilen, als deren Urvater der aus Indien stammende Mönch Boddhidarma, Gründer des Zen-(Chan-)Buddhismus, angesehen wurde. Daher hob sich das Taijiquan in den Augen der Öffentlichkeit schnell von der Masse der chinesischen Kampfkünste ab. Durch die Glättung und Ausschmückung der Entstehungsgeschichte mit den Elementen wie Wudang-Stile und Zhang Sanfeng als mythischen Gründer wurde die Position des Taijiquan in der Konkurrenzsituation mit anderen Kampfkünsten gestärkt. Die Vertreter anderer Stile bastelten derweil aus den gleichen Gründen ebenfalls an ihren eigenen Mythen. In den zwanziger und dreißiger Jahren gab es allerdings bereits Versuche von linksgerichteten Gelehrten wie Tang Hao das Taijiquan mit Hilfe moderner wissenschaftlicher Methoden von seinen mythischen Elementen zu säubern. Sie befanden sich im Widerspruch zu nationalistisch orientierten Vertretern des Taijiquan wie Zheng Manqing, die letztendlich mit ihrer Version erfolgreicher waren, wohl weil diese dem Zeitgeist und dem Bedürfnis der Übenden, Teil einer großen Tradition zu sein, besser entsprach. Dass diese ausgeschmückte Version der Entstehungsgeschichte auch in der westlichen Literatur über das Taijiquan vorherrscht, hängt einerseits damit zusammen, dass in den sechziger und siebziger Jahren die Zheng Manqing-Variante als erste Abart des Taijiquan aus Taiwan in den Westen übertragen wurde. Andererseits lässt sich auch bei uns mit einem blumigen Entstehungsmythos eine unserem Kulturraum völlig fremdartiges Bewegungssystem leichter präsentieren und besser verkaufen.
Quelle:
:taiji-quan.com/html/body_entstehungslegende.html

hat in Paris Seminar besucht
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